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Schach an der Reichshof-Grundschule

Wer ist der Schachlehrer?

Was bringt der Schachunterricht den Kindern?

Nach welchem Konzept lernen die Kinder Schach an Schulen?

Wann kommen die Kinder zum Schachunterricht in die Reichshof Grundschule?

Ab welchem Schuljahr können die Kinder in den Schachkurs kommen?

Gibt es für Anfänger einen Schnupperkurs?

Wann genau beginnt der Schachkurs (Schnupperkurs)?

Wie erfahre ich vom Schachkurs am Anfang des Schuljahres?

 

1. Wer ist der Schachlehrer?

Herr Sohraby ist der Schachlehrer und kommt aus dem Iran und ist Lehrer. Er hat sofort nach einem Schachverein gesucht; als er in Deutschland ankam. Das erste deutsche Wort, das er gelernt hat, war "Schach". Zu dieser Zeit sprach er kein Wort deutsch. Deshalb bemüht er sich, schnell die deutsche Sprache zu erlernen. Um diesem Ziel näher zu kommen und sein Wissen zu vermitteln, unterbreitete er dem Schachverein den Vorschlag, Kinder zu unterrichten und ihnen das Schachspielen beizubringen.
Durch den Unterricht im Schachverein verbesserte er auch seine sprachlichen Fähigkeiten. Nach zweijähriger Arbeit mit den Kindern konnte er sich sehr gut verständigen. Obwohl er damals ohne Konzept mit den Kindern arbeitete, war die Tätigkeit so erfolgreich, dass der Schachverein ihm vorschlug, den Übungsleiterschein zu erwerben. Im März 1991 absolvierte er beim Schachbund NRW die erste Lizenz als Schachtrainer (Übungsleiter) erfolgreich. Er hatte nun die Grundlagen, für Kinder und Jugendliche ein Konzept zu erarbeiten. Im Zuge der Konzepterstellung lernte er das Arbeiten mit der EDV; er benutzte den angeschafften PC um einfache Übungen und Aufgaben für Kinder im Alter von 6 Jahren zu konzipieren. Diese Übungsblätter wurden im Laufe der Zeit immer professioneller.
Im Schachverein stellte man fest, dass die dort schachspielenden Kinder pädagogisch sehr gut betreut wurden und man schlug ihm vor, sein Wissen und seine Fähigkeiten zu nutzen, um an den Schulen in Dortmund zu arbeiten. Im Dezember 1993 hat er seine 2. Lizenz als B-Trainer erworben. Das ursprüngliche Konzept wurde nun dauernd verbessert, so dass er nun seine Blätter zu regel- und kindgerechten Schachhefte weiterentwickelte. Er ist in seiner Arbeit sehr geduldig und arbeite mit den Kindern gern und äußerst sorgfältig. Mittlerweile arbeitet er an 16 Schulen mit 400 Kindern.

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2. Was bringt der Schachunterricht den Kindern?


Die Idee, Schachunterricht an den Schulen zu vermitteln, basierte auf folgenden, mit dem Deutschen Schachbund in Berlin abgestimmten Überlegungen: Das Schachspiel kann in vielerlei Hinsicht dazu beitragen, dem zentralen Problem von Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen entgegenzuwirken. Es gibt keinen Ort, der besser geeignet ist als die Schule, um diese Zielgruppe in großer Zahl zu erreichen.

Das Schachspielen in der Schule ist eine ideale Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre einen spielerischen Zugang zu der ernsthaften Problematik des Lernens zu gewinnen.

Schach fördert nicht nur die Fähigkeiten des planenden und strukturierenden Denkens, sondern unterstützt vorbildlich das Lernen durch problemlösendes Denken.

Vorteilhaft für die Schüler kann sich ein entspannteres Verhältnis zu den eigenen Fehlern und damit zur Selbstkritik entwickeln. Das ist oft im normalen Schulbetrieb unter Notendruck nicht so einfach zu erreichen. Diese so aufgebaute positive Einstellung zum Lernen stabilisiert die Schüler gegen Mißerfolge und Resignation.

Der Schüler will nach jedem verlorenen Spiel wissen, wie er es hätte besser machen können und übt dabei spielerisch sein analytisches Denken. Modellversuche haben belegt, dass Schachspielen über einen längeren Zeitraum die Konzentrationsfähigkeit der Schüler erhöht; es unterstützt den Abbau von Kommunikationsschwierigkeiten untereinander und hilft Abseitsstehenden, aus ihrer Isolation herauszukommen.

Das "königliche Spiel" bietet allen Kindern, die es beherrschen, gute Möglichkeiten zur Verbesserung ihres Selbstwertgefühls, da sie bei gleichaltrigen ein "intellektuelles Prestige" genießen. Das ist insbesonderes eine Chance für Schüler, die sich sozial benachteiligt fühlen oder aus sozial schwierigen Verhältnissen kommen, da sie schneller dazu neigen, sich minderwertig zu fühlen.

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3. Nach welchem Konzept lernen die Kinder Schach an Schulen?


Die Anfänger lernen in ersten Schuljahr des Schachunterrichts das Bauerndiplom und Springerdiplom mit Abschluß und im 2. Schuljahr des Unterrichts lernen die Kinder das Läuferdiplom.
Bauerndiplom beinhaltet: Die Grundzüge, der Begriff Patt und Matt, En Passant schlagen, Rochade, Umwandlung und Fehlersuche
Springerdiplom beinhaltet: Matt in einem Zug 12 Seiten sortiert nach bestimmten Themen, Gabel, Fesselung, Spieß, Abzugsschach, Doppelschach und Einschränken von König.
Läuferdiplom beinhaltet: Einfach Kombinationen, Schäfermatt, Anastasiamatt, Grecomatt, Grundreihenmatt, Oper, Damianomatt, Ersticktesmatt, Matt mit dem Turm, Doppelangriff, Dauerschach und Bauernquadrat.

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4. Wann kommen die Kinder zum Schachunterricht in die Reichshof Grundschule?
Donnerstags 16:45 Uhr bis 17:30 Uhr lernen die Anfänger und 17:30 Uhr bis 18:15 Uhr die Fortgeschrittenen.


5. Ab welchem Schuljahr können die Kinder in den Schachkurs kommen?
Ab dem 2. Schuljahr


6. Gibt es für Anfänger einen Schnupperkurs?
Ja, die Anfänger dürfen 2 Wochen lang den Kurs am Anfang des Schuljahres beschnuppern.


7. Wann genau beginnt der Schachkurs (Schnupperkurs)?
In der 3. Woche des neuen Schuljahres.


8. Wie erfahre ich vom Schachkurs am Anfang des Schuljahres?
Herr Sohraby geht am Anfang des Schuljahres in jede Klasse und spricht 2 Minuten mit den Kindern der Klassen 2- 4 und dabei verteilt er einen Infozettel mit dem Datum und den Zeiten. In diesem Infozettel stehen alle Informationen, die die Eltern brauchen.

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